Hoffnung Alter

15. - 17. September 2010

Virchow Klinikum der Charité Berlin

2. Gemeinsamer Kongress der Deutschen
Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie
und der Schweizerischen Gesellschaft für Gerontologie

10. Kongress der Deutschen Gesellschaft für
Gerontologie und Geriatrie

 

Charite300

Collage

Der Kongress findet im
Rahmen der Jubiläumsveranstaltung
Charité 300 statt.

 

Kongressbericht

Alle Erwartungen wurden übertroffen: In diesem Jahr ist es der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Gerontologie (SGG) gelungen, viele hervorragende und engagierte Referent/-innen für den gemeinsamen Kongress „Hoffnung Alter“ zu gewinnen. Insgesamt wurden 377 Vorträge und 100 Poster vorgestellt. Mit dem interdisziplinär ausgerichteten Programm im Rahmen des Jubiläums Charité 300 konnten fast 900 Besucher/-innen auf den Campus des Virchow-Klinikums Berlin gelockt werden.

Zum Auftakt des dreitägigen Kongresses, den Bundesseniorenministerin Kristina Schröder mit einer Ansprache begleitete, stellten der Präsident der DGGG Clemens Tesch-Römer und der Past Präsident der SGG Markus Leser in einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung den Leitgedanken der Konferenz vor. „Die Alternswissenschaften in Deutschland und der Schweiz – Alternsbiologie, Geriatrie, sozial- und verhaltenswissenschaftliche Alternsforschung sowie soziale Gerontologie – die hoch innovativ sind – bestärken uns in der Hoffnung, dass ihre Ergebnisse und Befunde die Lebensqualität im Alter verbessern helfen“, betonte Clemens Tesch-Römer in seiner Begrüßungsrede.

Einen ersten Höhepunkt markierte die Verleihung des Max-Bürger-Preises, der in diesem Jahr den Altersbiologen Alessandro Cellerino, Christoph Englert und Matthias Platzer des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena überreicht wurde. Mit dem Max-Bürger-Preis der DGGG, der wieder großzügig durch das Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg mit 7.500 Euro gesponsort wurde, werden alle zwei Jahre Wissenschaftler/-innen geehrt, die ein Forschungsprogramm mit hoher nationaler und internationaler Anerkennung etabliert und damit die Entwicklung der Gerontologie und Geriatrie bedeutsam befördert haben. Dem Forscher Christoph Englert gelang es, dem Publikum den Forschungsgegenstand, das (Über-)Leben und Altern des kurzlebigen Prachtgrundkärpflings, erfreulich anschaulich näherzubringen.
Den Margret und Paul Baltes Preis erhielt in diesem Jahr der an der Universität Zürich tätige Psychologe Daniel Zimprich, der schon zu Beginn seiner beruflichen Karriere hervorragende Beiträge zur verhaltens- und sozialwissenschaftlichen gerontologischen Forschung geleistet hat. Inhaltlich originelle und methodisch innovative Beiträge zur Entwicklungsforschung des Alters und zur längsschnittlichen Erforschung von Kognition und Lernen über Persönlichkeit bis hin zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten überzeugten die Jury.

Der interdisziplinär ausgerichtete Kongress bot ReferentInnen und TeilnehmerInnen aus unterschiedlichsten Disziplinen, die an der Alternsforschung beteiligt sind, eine anregende Plattform zum Austausch und zur Diskussion. Das Thema der Konferenz „Hoffnung Alter“ griff dabei die neuesten Erkenntnisse in der gerontologischen und geriatrischen Forschung für ein gutes und aktives Alter auf. Der Leitgedanke war, mit Altsein und Altwerden auch Positives und Hoffnungsvolles zu verbinden. Die Potenziale Älterer, die die Gesellschaft produktiv beeinflussen und die Beziehungen zwischen den Generationen bereichern, sind längst nicht ausgeschöpft.

Das neue Präsidium unter der Leitung von Manfred Gogol wird diesen Ansatz der Interdisziplinarität auf der nächsten Konferenz 2012 fortsetzen.

Aufgrund der bislang stets guten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der DGGG und der SGG sind wir überzeugt, dass es auch im Jahr 2012 wieder einen gemeinsamen Kongress der beiden Gesellschaften geben wird.
In diesem Zusammenhang werden wir in der nächsten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift der SGG «Gerontologie Information» den Präsidenten der DGGG, Dr. Manfred Gogol vorstellen.

Zudem möchten wir Sie an dieser Stelle auf die Möglichkeit der Doppelmitgliedschaft in der DGGG und der SGG aufmerksam machen. Detaillierte Informationen finden Sie unter:
-> Doppelmitgliedschaft DGGG
-> Doppelmitgliedschaft SGG

Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer        Dr. Markus Leser
Past President DGGG                        Past President SGG

 

 

 

 

 

 

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